Segelclub Jülich e.V.

Segelanweisungen der Regattagemeinschaft Rursee 2010

  1. Regeln
    • Die Wettfahrten werden nach folgenden Regeln gesegelt:
      – den WR der ISAF einschließlich der Zusätze des DSV,
      – den Ordnungsvorschriften des DSV,
      – den Klassenvorschriften der jeweiligen Klasse,
      – der Ausschreibung,
      – und den Segelanweisungen.
  2. Mitteilungen für Teilnehmer und Änderungen der Segelanweisungen
    • Mitteilungen an die Teilnehmer werden an der Tafel für Bekanntmachungen ausgehängt. Diese befindet sich am Regattabüro des veranstaltenden Clubs.
  3. Änderung der Segelanweisungen und des Zeitplanes
    • Änderungen der Segelanweisungen und des Zeitplanes werden spätestens drei Stunden vor dem 1. ursprünglich vorgesehenen Start des Tages ab dem sie gelten ausgehängt
  4. Klassenflaggen
    • Es werden Klassenflaggen der Klassenvereinigungen bzw. entsprechend der Klassenzeichen gezeigt.
  5. Bahnen
    • Die Wettfahrtleitung zeigt spätestens mit dem Ankündigungssignal den zu segelnden Kurs.
    • Die zu rundenden Tonnen werden durch Zifferntafeln,
    • die Rundungsrichtung Backbord durch rote, Steuerbord durch grüne Tafel,
    • die Anzahl der Runden durch entsprechende Anzahl von Bällen oder Kegeln angezeigt
  6. Bahnmarken
    • Die Bahnmarken sind gelbe Tonnen mit Ziffern 1 – 9 und gelber Flagge.
    • Es können Reserve- bzw. Zusatztonnen mit Großbuchstaben und gelber Flagge oder aufblasbare Tonnen ohne Flagge verwendet werden
  7. Start
    • Die Startlinie wird gebildet durch das Peildreieck auf dem Startschiff und einer Boje mit roter Flagge.
    • Boote, deren Ankündigungssignal noch nicht gegeben wurde, müssen sich vom Startgebiet fernhalten.
    • Boote, die nicht 4 Minuten nach ihrem Startsignal gestartet sind, werden als DNC oder DNS gewertet. (Ergänzung WR 28.1 und Änderung WR A4)
  8. Ziel
    • Die Ziellinie wird gebildet durch das Peildreieck auf dem Zielschiff und einer Boje mit blauer Flagge.
  9. Bahnabkürzung
    • Wird durch Setzen der Flagge S und Flagge Blau und 2 Schallsignale eine Bahnabkürzung angezeigt, befindet sich die Ziellinie
    • zwischen einer Bahnmarke und dem Zielschiff oder Boot der Wettfahrtleitung
    • oder in Ergänzung von WR 32.2 an anderer Stelle der Regattabahn. Dabei wird auf der letzten richtig zu rundenden Tonne oder einem Boot der Wettfahrtleitung in der Nähe Flagge K gezeigt und wiederholt Schallsignale gegeben. Von hier aus ist nach richtiger Rundung der Tonne direkt in das Ziel zu segeln.
  10. Strafsystem
    • Es gilt Anhang 67.
  11. Zeitlimits
    • Hat kein Boot innerhalb von 90 Minuten die Bahn abgesegelt, so wird die Wettfahrt abgebrochen
    • Boote, die nicht innerhalb von 30 Minuten nach ordnungsgemäßem Zieldurchgang des ersten Bootes der gleichen Klasse oder Startgruppe die Bahn abgesegelt und durchs Ziel gegangen sind, werden als DNF gewertet (Änderung WR 35 und A4).
  12. Proteste und Anträge auf Wiedergutmachung
    • Jedes Boot, das protestieren will, muss dies am Zielboot der WL mitteilen.
    • Die Protestzeit beträgt 60 Minuten nach Zieldurchgang des letzten Bootes der Klasse in der letzten Tageswettfahrt bzw. nach deren Abbruch.
    • Bekanntmachungen von Protesten durch die WL oder das Schiedsgericht werden zur Information nach WR 61.1(b) ausgehängt. (Empfehlung)
    • Beginn, Reihenfolge und Ort der Proteste werden nach Ablauf der Protestfrist an der Tafel für Bekanntmachungen ausgehängt.
    • Protestparteien und Zeugen haben sich rechtzeitig vor dem Protestraum bereit zu halten
    • Eine Liste der Boote, die nach WR 67 wegen Verstoßes gegen Regel 42 bestraft wurde, wird vor Ende der Protestfrist ausgehängt.
    • Vermessungsproteste oder Einwendungen, deren Feststellung bereits früher zumutbar gewesen wäre, werden am letzten Wettfahrttag nicht mehr angenommen.
  13. Sicherheitsbestimmungen
    • Jeder Steuermann ist für die richtige seemannschaftliche Führung seines Bootes in jeder Hinsicht selbst verantwortlich. Der Veranstalter haftet nur in dem im Meldeformular dargelegten Umfang (Ergänzung WR 4).
    • Ein Boot, das die Wettfahrt aufgibt muss unverzüglich die Wettfahrtleitung bzw. das Wettfahrtbüro darüber informieren. (Tel. Nr.: s. Aushang Regattabüro)
  14. Ersatz von Besatzung oder Ausrüstung
    • Das Ersetzen von Teilnehmern ist in Übereinstimmung mit den Ordnungsvorschriften des DSV nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung durch die WL erlaubt.
  15. Ausrüstung und Vermessungskontrollen
    • Boot und Ausrüstung können jederzeit auf Einhaltung der Klassenvorschriften überprüft werden.
  16. Funkverkehr und Telefon
    • Ein Boot darf während der Wettfahrt weder über Funk senden noch Mitteilungen über Funk erhalten, die nicht allen Teilnehmern zur Verfügung stehen. Dies gilt auch für Mobiltelefone.
  17. Weitere revierspezifische Regelungen
    • Die Warntonne am Kermeter-Ufer gilt als Hindernis. Sie ist seewärts zu passieren.
    • Die Durchfahrt zwischen der sog. Liebesinsel zw. Tonne 6 und 8 beim SCP und die Durchfahrt beim Eichert zwischen Tonne 7 und 9 ist nicht gestattet.
    • Die Fahrzeuge der Rursee-Schifffahrt, der DLRG und des WVER haben Vorfahrt.
    • Alle teilnehmenden Boote müssen an der Baumnock ein rotes Stoffband führen.

Stand: 2010 – Angaben ohne Gewähr!