„Ganz ohne“ Wind und viele „Segel-SiegerInnen“ der Herzen
erstellt am: 03.06.2026 von: Sportwart
Am 30. Mai 2026 trafen wir uns zu unserer jährlich stattfindenden Clubregatta „ganz ohne“. Im Vordergrund steht dabei immer der Spaß am Segeln und das Gemeinschaftsgefühl und weniger die Konkurrenz und der Wettkampfgedanke. Wobei das nicht heißt, dass mit Ehrgeiz und Disziplin an den Start gegangen wird, was sich an diesem Tag besonders deutlich zeigen sollte.
Denn dieses Mal hielten die Wind- und Wetterverhältnisse einige Herausforderungen bereit. So starteten wir mit Regen und Gewitter und kühleren Temperaturen in die Veranstaltung. Nachdem ich als Sportwartin die Regeln erklärt hatte und alle SeglerInnen auf den unterschiedlichen Booten in gemischten Mannschaften untergebracht waren, hieß es erst einmal abwarten und sich unterstellen. Am Nachmittag hatten sich endlich der Regen und die Gewitterwolken verzogen und alle machten ihre Boote bereit. Aufgrund des verspäteten Starts hatten wir da bereits schon zwei Mannschaften verloren.
Auf dem Wasser anzutreffen waren:
Karl-Heinz & Christof: Kielzugvogel
Fabienne & Stefan: Pirat
Jonas & Timm: Pirat
Rainer & Susanne: Dyas
Walter & Annika: Sunbeam 22.1
Arnd & Mustafa: Holz Kielzugvogel
Iris, Julius & Rüdiger: Polyfalk
Claudia, Bernhard, Christiana & Lutz: Polyfalk
Hans-Jürgen, Edith & Katrin: H-Boot
In der ersten Wettfahrt (Kurs: Tonne 4, Tonne 5, Ziel am Steg, 2 Runden) zeigte sich der Wind bereits von seiner drehenden und unberechenbaren Seite. Es wurde ordentlich im Feld herumgewürfelt, wenn Boote in der Flaute standen und andere Boote mit Privatböen herangefahren kamen und auch einfach vorbei segelten. Das ist kein schönes Gefühl, aber letztlich kann man auch nichts dagegen tun, wenn der Wind sich so wechselhaft zeigt. Da hilft es nur, die Fassung und gute Laune zu bewahren und sich das Motto „ganz ohne“ Stress und Siegesambitionen in Erinnerung zu rufen. Ich verkürzte die Wettfahrt auf eine Runde und alle Mannschaften kamen gut ins Ziel, angeführt von Rainer und Susanne, dicht gefolgt von Karl-Heinz und Christof.
In der zweiten Wettfahrt (Kurs: Tonne 3, Tonne 5, Ziel am Steg) schlief der Wind fast gänzlich ein (streckenweise zeigte sich der See spiegelglatt). Eine Meuterei blieb aus und alle Mannschaften ertrugen unbeirrt die widrigen Windbedingungen und segelten den von mir angekündigten Kurs ab. Mir blieb auf dem Steg nichts anderes übrig als mir das Schauspiel aus der Ferne anzusehen. Inzwischen waren es 25 Grad geworden und es wurde nun zusätzlich mit Ölzeug und Trockenanzügen gekämpft, die zu Beginn noch angenehm gewesen sind. Als die Mannschaften wieder in Rufweite waren, konnte ich immerhin noch den Kurs zum Ziel verkürzen (die Erlösung: Tonne 5 musste nicht mehr angesegelt werden!). Annika und Walter wurden zu den Windflüsterern und segelten mit viel Vorsprung zu den anderen Mannschaften durchs Ziel. Auch alle anderen schafften es nach und nach ins Ziel. Es gehört schon viel dazu eine träge Polyfalk bei Flaute noch vorwärts zu bewegen.
Nach der Regatta stand erst einmal Erfrischen im See auf dem Programm. Dann trafen wir uns alle zum gemeinsamen Grillen auf der Terrasse. Alle hatten wieder etwas für unser Buffet mitgebracht, so dass wir ein köstliches Abendessen hatten. Carsten machte dabei den perfekten Grillmeister. Das Wetter blieb entgegen der Vorhersagen trocken, so dass wir noch die Zeit draußen genießen konnte.
Dieses Mal rechnete ich nicht die Ergebnisse nach den Yardstickfaktoren der einzelnen Boote aus. Aufgrund der Segelbedingungen (bei denen keine reguläre Regatta stattgefunden hätte) gehören für mich alle Mannschaften zu den Siegerinnen und Siegern und so wird es auch für unsere Clubmeisterschaft gewertet. Mich hat das Durchhaltevermögen, die anhaltende Motivation und die gute Laune, die alle hochgehalten haben, sehr begeistert! Ich bin sehr stolz auf alle Teilnehmenden. Allen einen herzlichen Dank fürs Mitmachen! Wer noch nicht dabei war, ist nächstes Jahr herzlich eingeladen, dazuzukommen. Wir finden für alle einen geeigneten Platz auf einem Boot und in einer Mannschaft.
Lisa (Sportwartin)

